RW-BUCHEN
Hilfen und Lernprogramme für Buchführung nach IKR/SKR03/SKR04

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Grundbegriffe und
Regeln der Buchführung

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Übersicht:

- Aufgaben der Buchführung
- Geschäftsvorfälle und Belege
- Gesetzliche Grundlagen der Buchführung
- Grundsätze ordnungsgem. Buchführung (GoB)
- Ordn. Aufbewahrung Buchführungsunterlagen
- Die Inventur
- Arten der Inventur
- Verfahren der Inventur
- Das Inventar
- Erfolgsermittlung durch Kapitalvergleich
- Gliederung von Vermögen und Kapital
- Die Bilanz
- Die Konten allgemein
- Die Bestandskonten
- Die Erfolgskonten
- Der Buchungssatz

Aufgaben
der Buch-
-führung:

- Stellt den Stand des Vermögens und der Schulden fest
- Festhaltung aller Vermögens- u. Kapitalveränderungen
- Liefert Informationen über Erfolg des Unternehmens
- Liefert Zahlen für die Kalkulation der Produkte
- Innerbetriebliche Kontrollen, die der Steigerung der
  Wirtschaftlichkeit dienen
- Grundlage zur Berechnung von Steuern
- zum Schutz für Eigen- und Fremdkapitalgeber
- Beweismittel für Behörden und bei Rechtsstreitigkeiten

  

Geschäfts-
vorfälle und
Belege:

Geschäftsvorfälle liegen vor:
wenn Vorgänge im Unternehmen:
- Vermögenswerte und Schulden der
  Unternehmung sich verändern
- zu Geldeinnahmen oder Geldausgaben führen
- einen Werteverzehr (Aufwand) oder Wertezuwachs
  (Ertrag) darstellen

Alle Geschäftsfälle sind zeitlich und sachlich
geordnet aufgrund von Belegen aufzuzeichnen.
Der Beleg ist der Nachweis für die Aufzeichnung.
Der Beleg muss Auskunft geben über:
- Vorgang
- Datum
- Betrag
Belege sind zum Beispiel:
Rechnungen, Quittungen, Bankauszüge,
Materialentnahmescheine.

 

Gesetzliche
Grundlagen
der Buchfüh-
rungspflicht:

- Nach Handelsrecht ist jeder Vollkaufmann zur
  Buchführung verpflichtet.
- Nach Steuerrecht ist auch der Unternehmer zur
  Buchführung verpflichtet,
.der nach Handelsrecht
  gemäß §238 HGB buchführungspflichtig ist.
- Darüber hinaus ist nach Steuerrecht
jeder andere
  Unternehmer,
also auch Minderkaufleute, Hand-
  werker u.a., zur Buchführung verpflichtet,
der gemäß
  §141 AO eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
  a) Umsätze von mehr als 500.000 € im Kalender-
      jahr oder

..b) Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als
      50.000 € im Wirtschaftsjahr

      oder
.wenn sich eine Buchführungspflicht nicht
      aus anderen Gesetzen ergibt.

 

Grundsätze
ordnungsge-
mäßer
Buch-
führung
(GOB):

- Die Buchführung muss klar und übersichtlich sein
- Sachgerechte und überschaubare Organisation
- Übersichtliche Gliederung des Jahresabschlusses
- Keine Verrechnung zwischen Vermögenswerten und
  Schulden
.sowie zwischen Aufwendungen und Erträgen
- Buchungen dürfen nicht unleserlich gemacht werden.
- Ordnungsmäßige Erfassung aller Geschäftsfälle.
- Die Geschäftsfälle sind fortlaufend und vollständig,
   richtig und zeitgerecht,
sowie sachlich geordnet zu
   buchen, damit sie leicht überprüfbar sind.
- Kasseneinnahmen und -ausgaben sind täglich
  aufzuzeichnen.
"Keine Buchung ohne Beleg!"
Sämtliche Buchungen müssen anhand der Belege
 jederzeit nachprüfbar sein.
Die Belege müssen durch-
 laufend nummeriert und geordnet aufbewahrt werden.

 

Ordnungs-
mäßige
Auf-
bewahrung
der
Buch-
führungs-
unterlagen:

Alle Buchungsbelege, Buchführungsprogramme, Konten,
Bücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse
einschließlich Anhang und Lagebericht sind 10 Jahre
geordnet aufzubewahren.
Mit Ausnahme der Eröffnungsbilanz und des Jahres-
abschlusses können alle Buchführungsunterlagen auf
einem Bildträger (Mikrofilm) oder auf einem anderen
Datenträger aufbewahrt werden.
Grundsatz ordnungsmäßiger DV-basierender Buch-
führungssysteme:
Die gespeicherten Daten müssen jederzeit durch
Bildschirm oder Ausdruck lesbar gemacht werden
können. (Auf Hard- und Software achten!).

Die
Inventur:

Inventur ist:
Die mengen- und wertmäßige Bestandsaufnahme
aller Vermögens
teile und Schulden eines Unter-
nehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt:

  • bei Gründung oder Übernahme eines Unternehmens
  • für den Schluss eines jeden Geschäfts-
    jahres (i. d. R. zum  31.12.)
  • bei Auflösung oder Veräußerung eines
    Unternehmens
       

  Man unterscheidet:
     

  • Körperliche Inventur: Mengen- und
    wertmäßige Bestandsaufnahme
  • Buchinventur: Nur wertmäßige Bestands-
    aufnahme aufgrund von Aufzeichnungen

Arten der
Inventur:

Körperliche Inventur:
Die körperliche Inventur ist mengenmäßige Aufnahme
aller körperlichen Vermögensgegenstände z. B.:
- Technische Anlagen und Maschinen
- Fahrzeuge
- Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Bestände an Material und Erzeugnissen
- Barmittel
durch: Zählen, Messen, Wiegen und Schätzen.

Buchinventur:
Die Buchinventur erstreckt sich auf alle nicht
körperlichen Gegenstände z.B:.
- Forderungen
- Bankguthaben
- alle Arten von Schulden sind wertmäßig
festzustellen und nachzuweisen.

Anlagenkartei:
Die jährliche körperliche Bestandsaufnahme des
beweglichen Anlagevermögens (Maschinen, Fahrzeuge
u.a.) entfällt, wenn für jeden Anlagengegenstand eine
gesonderte Anlagenkarte geführt
wird, die folgende Angaben buchmäßig ausweist:
- Bezeichnung
- Tag der Anschaffung
- Anschaffungswert
- Nutzungsdauer
- jährliche Abschreibung
- Tag des Abgangs u.a.

     

Verfahren
der
Inventur:

Folgende Inventurverfahren/-Methoden sind
nach § 241 HGB zur Vereinfachung erlaubt:

Inventurverfahren:

1. Stichtagsinventur = zeitnahe körperliche
Bestandsaufnahme:

Mengenmäßige Bestandsaufnahme muss nicht am
Abschlussstichtag (31. 12.) erfolgen, sondern zeitnah
innerhalb einer Frist von 10 Tagen vor oder nach dem
Abschlussstichtag.
Zu- und Abgänge zwischen dem Aufnahmetag und
dem Abschlussstichtag werden anhand von Belegen
mengen und wertmäßig auf den Abschlussstichtag
(31.12.) fortge schrieben  bzw. zurückgerechnet.
Nachteil: Führt zu einem großen Arbeitsanfall
innerhalb weniger Tage => Betriebsunterbrechung

2. Verlegte Inventur = vor- bzw. nachverlegt
körperliche Bestandsaufnahmen:

Erfolgt an einem beliebigen Tag innerhalb der letzten
3 Monate vor oder der ersten 2 Monate nach dem
Abschlussstichtag. Die einzelnen Artikel dürfen zu
unterschiedlichen Zeitpunkten auf genommen werden.
Der am Tag der Inventur ermittelte Bestand wird nur
wertmäßig auf den Abschlussstichtag fortgeschrieben
oder zurückgerechnet.

3. Permanente Inventur = laufende Inventur
anhand der Lagerkartei:

Ermöglicht es, den am Abschlussstichtag vorhandenen
Bestand des Vorratsvermögens nach Art, Menge und
Wert ohne gleichzeitige körperliche Bestandsaufnahme
festzustellen. Der Bestand kann nach Art und Menge
der Lagerkartei entnommen werden.
Für jeden einzelnen Artikel werden alle Mengenbewe-
gungen (Zu - und Abgänge) laufend buchmäßig erfasst.
In jedem Geschäftsjahr muss mindestens einmal durch
körperliche Bestandsaufnahme geprüft werden, ob der
in der Lagerkartei ausgewiesene Buch- bzw. Sollbestand
des  Vorratsvermögens mit dem tatsächlich vorhandenen
Bestand (Istbestand) über einstimmt. Tag und Ergebnis
sind auf der entsprechenden Lagerkarteikarte zu ver-
merken und zu unterschreiben.
Vorteil:
Die permanente Inventur ist ein rationelles und aus-
sagefähiges Inventurverfahren, das der Unternehmens-
leitung täglich, vor allem beim Einsatz von Datenver-
arbeitungsanlagen, wichtige Daten über die Bestands-
bewegungen liefert. Ihr besonderer Vorzug liegt darin,
dass die körperliche Bestandsaufnahme der einzelnen
Gruppen des Vorratsvermögens zu beliebigen Zeit-
punkten durchgeführt werden kann.

Inventurmethode:
Stichprobeninventur mit Hilfe mathematisch-
statistischer Methoden:

Lagerbestand nach Art, Menge und Wert kann mit Hilfe
aner kannter mathematisch, statistischer Verfahren
(z.B. Mittelwertschätzung) aufgrund von Stichproben
ermittelt werden. Dabei werden die als Stichproben
ausgewählten Lagerpositionen zunächst körperlich
aufgenommen und bewertet. Das Stichprobenergebnis
wird auf den Gesamtinventurwert der Lagervorräte
hochgerechnet. Die Stichprobeninventur gilt als zuver-
lässiges, zeit- und kostensparendes Hilfsverfahren der
Inventur.

 

Das Inventar:

Inventar ist das ausführliche Bestandsver-
zeichnis aller Vermögensteile und Schulden

eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag
nach deren Art, Menge und Wert.
Inventar ist das Bestandsverzeichnis.
.
Das Inventar besteht aus 3 Teilen:

  • Vermögen
  • Schulden (=Fremdkapital)
  • Eigenkapital 
     

 Summe des Vermögens
-Summe der Schulden (FK)
=E i g e n k a p i t a l (EK)

Das Eigenkapital (EK) resultiert aus der Differenz
zwischen Vermögen und Schulden (=FK).

Erfolgser-
mittlung durch
Eigenkapital-
vergleich:

Auf der Grundlage des Inventars lässt sich auf einfache
Weise der Erfolg des Unternehmens für ein Geschäfts-
jahr ermitteln.-
Dies geschieht durch Eigenkapitalvergleich:
Man vergleicht die Höhe des Eigenkapital am Ende des
Geschäftsjahres mit dem vom Anfang. Der Vergleich
ergibt entweder eine Mehrung oder eine Minderung
des Eigenkapitals.

Eigenkapitalmehrung = Gewinn
Eigenkapitalminderung = Verlust

Privatentnahmen und Privateinlagen dürfen jedoch bei
der Erfolgsermittlung durch Kapitalvergleich laut Gesetz
nicht zu Gewinn oder Verlust führen. Privatentnahmen
sind deshalb zur Kapitaldifferenz wieder hinzuzurechnen
und Privateinlagen sind von der Kapitaldifferenz wieder
abzuziehen.
Der Unternehmenserfolg aufgrund von Eigenkapital-
vergleich errechnet sich somit:

Erfolgsermittlung:

  Eigenkapital am Ende des Jahres
- Eigenkapital am Anfang es Jahres
+ P r i v a t e n t n a h m e n
- P r i v a t e i n l a g e n                      
= Gewinn (+)  o d e r  Verlust (-)
 
     

Gliederung
von

Vermögen
und
Kapital:

Das Vermögen:
Die Vermögensgegenstände werden nach der Liquidität
geordnet, also nach dem Grad, wie schnell sie in Geld
umgesetzt werden können. Das Vermögen wird in zwei
Gruppen gegliedert:
.
Anlagevermögen:
Anlagevermögen sind Vermögensgegenstände, die
dem Unternehmen dauerhaft dienen und nicht zur
Veräußerung bestimmt sind. Sie werden durch die
Struktur des Produktions und Leistungsprozesses
eines Unternehmen bestimmt.
Zum Anlagevermögen gehören z.B.:
- Grundstücke und Gebäude
- Technische Anlagen und Maschinen
- Fuhrpark (Fahrzeuge)
- Werkzeuge
- Betriebs- und Geschäftsausstattung
..
Umlaufvermögen:
Das Umlaufvermögen sind Vermögensgegenstände,
die nur eine relativ kurze Bindungsdauer im Unter-
nehmen aufweisen und für den Umsatzprozess
bestimmt sind.
Zum Umlaufvermögen gehören z.B.:
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
- Unfertige Erzeugnisse
- Fertige Erzeugnisse
- Forderungen
- Geldmittel (Bank, Kasse)

Das Kapital:
Wird nach der Fristigkeit bzw. Fälligkeit gegliedert:

Eigenkapital (=Reinvermögen)
Es ist am längsten -solange das Unternehmen existiert-
vorhanden.
..
Fremdkapital (=Schulden):
- Langfristige Schulden (Hypotheken, Darlehen)
- Kurzfristige Schulden (Liefererschulden)

     

Die Bilanz:

Die Bilanz ist: Eine kurzgefasste Gegen-
überstellung von Vermögen und Kapital.

e-bilanz
 Gegenüberstellung von:
- Vermögensformen(=Aktiva) und Vermögens-
   quellen (=Passiva)
- Mittelverwendung(=Aktiva) u. Mittelherkunft(=Passiva)
- Investierung(=Aktiva) und Finanzierung(=Passiva)

Grundlage der Bilanz ist das Inventar.
Die Bilanz muss klar und übersichtlich gegliedert sein.
Anlage und Umlaufvermögen, Eigenkapital und Schul-
den (Fremdkapital) sind gesondert auszuweisen.
Aktiva > Ordnung nach der Flüssigkeit
Passiva > Ordnung nach der Fälligkeit
Jahresabschlussbilanz ist vom Unternehmer unter
Angabe des Datums persönlich zu unterzeichnen
(§245 HGB)

Inhalt der Bilanz:
Aktivseite bzw. Aktiva (=linke Seite):
Vermögensformen Vermögensquellen
Aktivseite zeigt die Formen des Vermögens.
Wo ist das Kapital angelegt?
.
Passivseite bzw. Passiva (=rechte Seite):
Woher stammt das Kapital?
Passivseite zeigt die Herkunft des Vermögens.
.
Bilanzgleichungen:
Vermögen = Anlagevermögen + Umlaufvermögen
Vermögen = Kapital
Vermögen = Eigenkapital + Fremdkapital
Kapital = Eigenkapital + Fremdkapital
Eigenkapital = Vermögen - Fremdkapital
Fremdkapital = Vermögen - Eigenkapital
.
Bilanz werden aufgestellt:
- bei Gründung oder Übernahme eines Unternehmens
- regelmäßig zum Schluss des Geschäftsjahres
- bei Veräußerung oder Auflösung des Unternehmens

Die Konten
(allgemein):

Konten sind: 2-seitig geführte Rechnungen, um
Werte oder Wertveränderungen von Bilanz- und
Erfolgsposten aufgrund von Geschäftsfällen in
einer Firma zu erfassen.
Die grafische Form eines Kontos ist wie ein "T".
Deshalb nennt man es auch T-Konto.
Die linke Seite des Kontos heißt "Soll" und die rechte
"Haben". Dazwischen steht in der Mitte die Konto-
nummer und die Kontobezeichnung.


   

Bestands-
konten:

Bestandskonten haben einen Anfangsbestand, der
aus der Eröffnungbilanz kommt und einen Schluss-
bestand mit dem sie in die Schlussbilanz abschließen.
Man unterscheidet bei Bestandskonten unter aktive und
passive Bestandskonten (=Aktiv- und Passivkonten).

Die Aktivkonten:
Aktivkonten kommen von der Aktivseite der Eröffnungs-
bilanz und haben den Anfangsbestand(AB) im "Soll" und
schließen mit ihrem Schlussbestand (SB) im "Haben"
wieder auf die Aktivseite der Schlussbilanz ab.
Aktivkonten nehmen beim Buchen im "Soll" zu
und im "Haben" ab.

Die Passivkonten:
Passivkonten kommen von der Passivseite der Eröff-
nungsbilanz und haben den Anfangsbestand (AB) im
"Haben" und schließen mit ihrem Schlussbestand(SB)
im "Soll" wieder auf die Passivseite der Schlussbilanz
ab. Passivkonten nehmen beim Buchen
im "Haben" zu und im "Soll" ab.

b_konten
   

Erfolgs-
konten:

Erfolgskonten werden für die Buchungen von Auf-
wendungen und Erträgen
benötigt. Sie haben
keinen Anfangsbestand (werden bei Bedarf angelegt).
Aufwendungen werden im "Soll" gebucht.
Erträge im werden im "Haben" gebucht.
Sie schließen mit ihren Salden auf das Gewinn- und
Verlustkonto (G+V) ab. Das Konto G+V schließt
dann in das Passivkonto Eigenkapital ab.

e_konten
   

Der Buch-
ungssatz:

Der Buchungssatz: Formulierung mit mindestens
2 Konten (=Doppelte Buchführung). Dazwischen
steht das Wort "an".

Der einfache Buchungssatz:
Er besteht aus nur 2 Konten.
Das Konto vor dem Wort "an" werden im "Soll" und
das Konto nach dem Wort an im "Haben" bebucht.
Dazwischen steht das Wort "an".
Mehrer Konten im Soll bzw. im Haben werden mit
dem Wort "und" verbunden.

Allgemein gilt: 

"Sollkonto an Habenkonto"


B e i s p i e l

Geschäftsfall:  Wir zahlen 500,00€ bei der Bank
von unserer Geschäftskasse ein.

1. Frage: Welche Konten werden benötigt? -
    Antwort: Bank und Kasse!

2. Frage: Um was für Konten handelt es sich dabei? -
    Antwort: Um zwei Aktive Bestandskonten!

3. Frage: Wo nehmen die Konten zu bzw. ab? -
    Antwort: Bank nimmt
    im Soll zu und Kasse im Haben ab

=> Buchungssatz:  Bank 500,00€  an  Kasse 500,00€
.b_a-konto
b_a-konto

Der zusammengesetzte Buchungssatz:
Er besteht aus mindestens 3 und eventuell
mehr Konten
.
Hierbei sind auf einer oder auf beiden Buchungsseiten
(Soll/Haben) mehr als nur ein Konto zu bebuchen.
Beim zusammengesetzten Buchungssatz werden
mehrere Konten auf der selben Buchungsseite mit
dem Wort "und" verbunden.
.
Allgemein gilt:
1.Sollkonto "und" 2.Sollkonto ... "an"
1.Habenkonto "und" 2.Habenkonto ...


(z.B.:  Rohstoffe und Vorsteuer  an  Verbindlichkeiten)


Buchungsauswirkungen auf die Bilanz:

Jeder Geschäftsfall (Buchungssatz) verändert
mindestens zwei Posten der Bilanz:
Man unterscheidet:
Aktivtausch = Wertveränderungen nur von
Posten der Aktivseite (z.B.: Bank  an  Kasse).
Passivtausch = Wertveränderungen nur von
Posten der Passivseite (z.B.: langfristige Bank-
schulden  an kurzfristige Bankschulden
).
    
Aktiv-/Passivmehrung = Wertzunahme von Posten
auf beiden Bilanzseiten (z.B.: Rohstoffe und Vorsteuer
an Verbindlichkeiten
)
Aktiv-/Passivminderung = Wertabnahme von Posten
auf beiden Bilanzseiten (z.B.: Verbindlichkeiten an Bank)

 

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seit 01.05.2016

 

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